Psalm 121

psalm121

Aus unserem Gemeindeleben

Gottesdienst mit Einsetzung von Lydia Scheuvens
Chor bei Adventsfeier
Spaß beim Spieleabend
Familiengottesdienst |dq|Dankbarkeit|dq|
Szene aus dem Familiengottesdienst |dq|Miteinander packen wirs|dq|

Online-Büchertisch

SCM Shop blm 4s

Mit jedem Einkauf beim Büchertisch (online oder bei uns in der Gemeinde) unterstützt man unsere Gemeindearbeit. Denn für jeden Einkauf werden der Gemeinde ein paar Prozent gut geschrieben. Im Sortiment gibt es alle christlichen Bücher, CDs, DVDs etc. Außerdem kann man über den Butto "Zusatzsortiment" jedes in Deutschland erhältliche Buch bestellen. Zum Einkaufen einfach auf das Logo klicken.

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.
Psalm 38, 10

Kinder bestechen ja immer wieder durch Ehrlichkeit. Oft kann man im Gesicht eines Kindes genau ablesen, wie es ihm geht. Wir Erwachsenen haben da manchmal schon gelernt unsere Gefühle zu verstecken, eine Maske aufzusetzen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, sich zusam-menzureißen und erst in privaten Mo-menten das wahre Gesicht zu zeigen. Kinder hingegen sind wie offene Bü-cher. Langeweile, Trauer, Freude, Be-geisterung, Spannung, Ablehnung, es ist meistens eindeutig sichtbar. Wie im sprichwörtlichen offenen Buch.

König David sieht sich im Blick auf Gott in einer ähnlichen Situation. Er ist vor ihm wie ein offenes Buch. Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen. Psalm 38 beschreibt sehr bildreich, dass es David sehr schlecht geht. Er fühlt Schuld gegenüber Gott, mit sei-ner Gesundheit steht es auch nicht besonders und wie so oft, muss er um sein Leben fürchten.

Mitten in diesen Beschreibungen steht jetzt aber seine Aussage, dass Gott ihn sieht. Dass Sehnen und Seufzen keine Geheimnisse vor Gott sind. Da-vid kann es nicht vor ihm verbergen, selbst wenn er es versuchen würde. Gott sieht tiefer als die äußere Hülle. Er sieht wie man sagt ins Herz. Er kennt also die tatsächlichen Gedanken, die wirklichen Gefühle, jenseits aller Mas-ken und Schauspielereien. Und das bringt David dazu ehrlich zu sein vor seinem Gott und ihm zu vertrauen. Warum ein Spiel spielen, den Schein wahren, wenn es eh nichts bringt und den Schmerz oft nur vergrößert?

Wonach sehnst du dich? Worüber seufzt du gerade? Schul- und Arbeits-beginn nach den langen Ferien? Streit in der Familie? Ein Problem in der Gemeinde?
Ich wünsche uns den Blick Davids. Den Blick, dass unser Herz vor Gott of-fen daliegt. Den Blick, dass unser Seufzen und Sehnen vor ihm nicht ver-steckt werden können. Wir können vor Menschen Masken aufziehen und ihnen die schönste Schauspielerei vormachen, aber bei Jesus prallt das ab. Er lässt sich nicht ablenken, er sieht tiefer. Deswegen mein Wunsch: Lass die Schauspielerei, wenigstens vor Gott. Ich möchte mein Sehnen und Seufzen vor ihn hinlegen und mit David auf seine Antwort warten, die er uns gerne geben möchte.

Pastor Marcus Ott